Das Weimarer Land zeichnet sich durch seinen Standortvorteil zu den Städten Jena, Weimar und Erfurt aus. Dennoch steht die Region in Bezug auf eine flächendeckende und erreichbare Gesundheitsversorgung im Nachteil zu den städtischen Ballungsgebieten. Die große Distanz zur medizinischen Versorgung und das im Vergleich zu den umliegenden Städten hohe Durchschnittsalter der Bevölkerung bringt einige Schwierigkeiten für die in der Region lebenden Menschen mit sich. Doch aktuelle digitale Innovationen können vielversprechende Möglichkeiten bieten, um hierbei unterstützend entgegenzuwirken.

Diesem Problemfeld und  möglichen Lösungsansätzen wurde am 11.03.2021 in der digitalen Regionalkonferenz unter dem Motto “Digitale Gesundheitsversorgung im Weimarer Land” Raum zum gemeinsamen Austausch geboten.
Einleitende Worte fand zu Beginn der Veranstaltung Landrätin Christiane Schmidt-Rose, welche die aktuelle Problemlage des Landkreises veranschaulichte. Prof. Dr. Sebastian Henn erläuterte als stellvertretender Verbundkoordinator die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen und zeigte die Visionen WeCaRe´s zur Entwicklung Thüringens hin zu einem Zentrum für sensorische Telemedizin auf. Anschließend gaben Prof. Dr. Patrick Jahn (TDG), Prof. Dr. Kathrin Finke (UKJ Jena) und Martin Gebhardt (Diakoniestiftung) durch ihre themenzentrierten Impulsvorträge erste Einblicke in die praktischen Anwendungsmöglichkeiten digitaler Gesundheitsinnovationen, die vielversprechende Ansätze für eine Entschärfung der Problemlage im Weimarer Land bieten können.
In den themenspezifischen Diskussionsräumen konnten diese Impulse von den Teilnehmenden der Regionalkonferenz aufgenommen, diskutiert und weiter vertieft werden. Unter anderem wurde der aktuelle Stand der digitalen Pflege im Weimarer Land auf den Prüfstand gestellt, so dass ein reger Austausch über die regionalwirtschaftlichen Bedarfe und Möglichkeiten der digitalen Gesundheitsversorgung entstand.
Innerhalb der Gespräche wurde schnell klar, dass es noch einige Schwachstellen gibt, die eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung im Weimarer Land erschweren. Doch durch die anregenden Gespräche der verschiedenen interdisziplinären Akteur*innen konnten spannende neue Visionen entwickelt werden. Diese sollen in der zukünftigen Zusammenarbeit den medizinischen Engpässe im Weimarer Land entgegenwirken und können auch in andere strukturschwache Regionen als best practice Beispiel gespiegelt werden.

Das WeCaRe-Team bedankt sich für den regen Austausch und die vielversprechenden Ideen. Wir freuen uns auf weitere Gespräche in den folgenden Regionalkonferenzen!